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Bild: (Symbolbild) / BGB-Movie.de

Nach vier knappen und hart umkämpften Vierteln nehmen die Gäste aus Herne mit einem 65:58 die Punkte mit nach NRW, zum Großteil weil die TH Wohnbau Angels nicht gut genug auf den Ball aufpassen und am Ende ein wenig das Glück fehlte, das man auch braucht um enge Matches zu gewinnen.

Das Duell des Tabellendritten gegen den –sechsten war auch ein Match zwischen zwei Wasserburg-Besiegern, also durchaus ein Match, wo man auf Qualität hoffen konnte. Doch bereits nach vier Minuten mussten die Angels erst einmal ohne die Spielerin auskommen, die bei ihnen für höchste Qualität steht: Topscorerin Kim Pierre-Louis nahm mit zwei schnellen Fouleinträgen auf der Bank Platz. Vor allem der Rebound war fortan eine knifflige Angelegenheit gegen eine enorm groß aufgestellte Mannschaft aus Herne. Obanor und Co mühten sich redlich und kämpften um jeden Ball, einen knappen Vorsprung der Gäste zur ersten Viertelpause konnten sie aber dennoch nicht verhindern. Mit dem 12:15 war Coach Bär dann eigentlich ganz zufrieden, noch vielmehr als seine Mädels zu Beginn des zweiten Abschnitts, immer noch ohne Pierre-Louis, die Führung erkämpften. Es kam den Angels natürlich zugute, dass Herne trotz körperlicher Überlegenheit lieber von außen feuerte als nach innen zu spielen, und ihre Würfe fielen nicht, zumindest nicht alle. Die Angels hingegen spulten ihre Offense geduldig ab auch auf die Gefahr hin immer wieder einmal die erlaubte Angriffszeit zu überschreiten. Nach dem Verlauf der Partie war man mit dem Low-Score-Ergebnis von 27:29 zur Halbzeit gar nicht einmal unzufrieden, Pierre-Louis hatte bis dahin gerade einmal 7 Minuten gespielt. 15 Turnovers, im Tennis würde man unforced errors sagen, verhinderten ein noch besseres Zwischenergebnis.

Es war und blieb ein enges Match. Zwei Spielerinnen konnten dabei sich besonders hervortun, oder besser gesagt, von der Gegenseite schlecht kontrolliert werden. Angels-Spielerin Racic bereitete der Herner Defense Probleme, wenn sie mit ihren langen Schritten den Korb attackierte. Auf der anderen Seite hatte diesen Part die Amerikanerin Range. Mit ihren 1,90m agierte sie meist von außen und war für die Nördlinger Verteidigung schwer zu handeln. Mit der Schluss-Sirene des dritten Viertels versenkte Hernes Bettonvil spektakulär einen Buzzerbeater zum 40:43, verletzte sich dabei aber so schwer, dass sie zur Untersuchung ins Nördlinger Krankenhaus eingeliefert werden musste. Die Gäste zeigten sich aber alles andere als geschockt. Im Gegenteil: sie drehten jetzt mächtig auf und münzten ein paar Angels-Fehler in eine 40:47-Führung um. Jetzt nahm das Match Fahrt auf und entwickelte zum Ende hin die Qualität, die man sich davon versprochen hatte. Die Wurfquoten wurden besser, die Topakteure auf beiden Seiten übernahmen Verantwortung. Jen Schlott versuchte ihr Team noch einmal heranzuführen, doch Hernes Range traf jetzt auch die schwierigen und ganz schwierigen Würfe, so dass der Tabellendritte die Punkte mit nach NRW nehmen konnte. Die Angels gaben ein phasenweise hochklassiges Spiel aus den Händen, das im Nachhinein betrachtet durchaus gewinnbar gewesen wäre. Schlechtes Foul-Management und eine unterirdische Turnover-Quote (24 gegenüber 10 bei Herne) verhinderten ein mögliches Erfolgserlebnis . Gleich am nächsten Sonntag folgt das nächste Heimspiel, wenn sich der amtierende Tabellenführer Keltern in Nördlingen die Ehre gibt. Dies verspricht wiederum ein Match auf hohem Niveau zu werden.

TH Wohnbau Angels – Herner TC 58:65 (12:15, 15:14, 13:14, 18:22)


Quelle: TH Wohnbau Angels, Kurt Wittmann

Tags: Deutsche basketball liga, Dbbl, Halle, Th wohnbau angels, Basketball, Herner tc, Nördlingen




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